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Taschenuhren mit Geschichte


"Röchling’sche Eisen- und Stahlwerke, Völklinger Hütte"



Diese Uhr kommt aus der Manufaktur "VAU", eigentlich VUA. Das ist die Abkürzung für "Vereinigte Uhrenfabrikation Alpine". Es handelt sich dabei um die Schweizerische Genossenschaft die mit dem Namen "Alpina" weltberühmt wurde.



In der Uhr arbeitet auch ein Kaliber der Ebauchemanufaktur "J. Straub & Co.", einem der wichtigsten Genossenschaftsmitglieder. Es ist ein 15-steiniges Ankerwerk.



Auf dem Rückdeckel findet sich folgende Widmung: "Michel F..(Name maskiert).. Für 25 jährige treue Dienste Röchling´sche Eisen- und Stahlwerke Völklingen 1891-1916"



Röchling’sche Eisen- und Stahlwerke, Völklinger Hütte



Carl Röchling (1827-1910)

Im Jahr 1881 kaufte Carl Röchling (*25.02.1827 in Saarbrücken, +26.05.1910 in Saarbrücken) die stillgelegten Anlagen eines Walzwerkes.
Carl Röchling war der Sohn eines Arztes aus Saarbrücken. Nach seiner Schulzeit ging er in die Lehre in einem Eisenhüttenwerk. Anschließend wurde er Teilhaber bei C. Schmidtborn, einem Kohle- und Bankgeschäft. 1850 errichtete er mit einem Teilhaber eine Hochofenanlage in Pont-à-Mousson. 1852 erbaute er eine Koksofenanlage in Altenwald und 1860 eine Gasfabrik in Saargemünd. Mit seiner Eheschließung mit Alwine, geb. Vopelius, erhielt er als Mitgift Anteile der Grube Hostenbach, damals noch mehrheitlich im Besitz der Familie Vopelius. Im Verlauf wurde er aber alleiniger Besitzer der Grube.



Zwei Jahre nach dem Erwerb ging der erste Hochofen in Betrieb. Kurze Zeit später führte er das sogenannte Thomas-Gilchrist-Verfahren ein. Damit war es ihm möglich auch ´Minette´ (Eisenerz mit nur 28-34% Eisenanteil) zu verarbeiten. Dieses wurde nämlich im benachbarten Lothringen gefördert. Damit war er auf die teure Anlieferung höherwertigen Erzes nicht mehr angewiesen.
Für die Eisen-und Stahlherstellung benötigte er Kohle und Koks. Diese bezog er von der in seinem Besitz befindlichen Grube Hostenbach. Er baute direkt neben seinen Hochöfen Koksbatterien. Bereits 1890 war seine Firma der größte Stahlerzeuger Deutschlands.
Die weiteren Geschicke der Hütte sind hier nachzulesen. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass während des 2.WK 17000 Zwangsarbeiter in der Völklinger Hütte unter teilweise menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten mußten. Heute ist die Hütte Weltkulturerbe der UNESCO.





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