Nathan Weil(l)




Das Gründungsdatum der Manufaktur ist nicht bekannt. Tatsächlich muß sie vor der Jahrhundertwende existiert haben, da das Patent 15586 auf diese Manufaktur verweist. Es stammt aus dem Jahr 1897 (s.u.).




Zu Nathan Weil oder Weill ist folgendes bekannt: geb. am 19.12.1867 in Porrentry, gest. am 26.12.1920 in La Chaux de Fonds, Sohn von David Weill (*23.06.1831) und Julie Weill (geb. Levy, *11.01.1831), verheirate mit Myria Bloch (+25.10.1962 in Neuchatel), Vater von Jean David Weill (*28.08.1899 in La Chaux de Fonds, +13.06.1949 in Satigny, Genf).
Er muß ein genialer Uhrmacher gewesen sein, da es diverse Patente gibt die auf ihn verweisen (Pat.22774 (1900, sichtbare Unruhe), Pat.28106 (1903, Weckerwerk), Pat.29196 (1903, neues Uhrwerk m. sichtb. Unruhe), Pat.55273 (1911, Reklameuhr), Pat.70923 (Savonettengehäuse)). Interessant ist, dass in seinen Uhren schon früh das von Dr. Charles Eduard Guillaume entwickelte Échappement (Pat.17746) ihre Ausführung fand (s.o.).


Nochmals interessant ist seine Zusammenarbeit mit Fritz Montandon (Pat.32894 (1905, Repetitionskaliber)), mit Paul Jeanrenaud (1906, `sprechende Uhr')) und Alcide Leschot (Pat.50243 (1910)).
Seine Manufaktur war in La Chaux de Fonds in der Rue Léopold Robert 18 angesiedelt, später Rue Léopold Robert 72. Produkte der Manufaktur waren Taschenuhren "genre japonais" mit dem Kaliber "façon Jurgensen". Roskopf-Uhren gehörten ebenfalls zum Repertoire, wie Repetitionsuhren. Bekannt wurden aber auch Reisewecker (auf dieser Homepage wird ein Taschenuhrwecker vorgestellt). Einen großen Namen machte sich die Manufaktur aber mit dem 13''' Armbandchronographen, erstmalig lanciert im Jahr 1913. Das Grundkaliber stammt evtl. von Marcel Dépraz, Vallée de Joux, zu dem Nathan Weill gute Geschäftsbeziehungen unterhielt.




Nach der Jahrhundertwende gründete Nathan Weill eine Dependence in Genf unter dem Namen "Casy Watch Co.". Nach seinem Tod im Jahr 1920 führte sein Sohn Jean David Weill die Manufaktur weiter. Er firmierte sie um in "Jean Weil & Cie, Successor of Nathan Weil, Casy Watch Co.". 1922 gewann sie auf der 'Geneva Observatory Chronometer Trials' einen ersten Preis. 1925 war sie in Paris und 1929 in Barcelona auf der Weltausstellung vertreten. Ende der 20er / Anfang der 30er wurde die Firma liquidiert.

Marken der Manufaktur waren: "Chronometre Amiral" (reg.1898), "Bärkopf" (reg.1899), "Chronometre Imperial" (reg.1900), "Nephos" (reg.1900), "Torero" (reg.1900), "SONOR" (reg.1902), "The Pretty" (reg.1903), "Fanfar" (reg.1903), "TOF" (reg.1906).



Wecker-Kal.: ?'''; 15 Jew.; 18000 A/h; Weckwerk




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