Favre-Leuba



Die Urspr�nge der Manufaktur reichen bis in das Jahr 1737 zur�ck. Urkundlich dokumentiert ist die Er�ffnung einer Uhrenwerkstatt in Le Locle am 30.03.1737 durch Abraham Favre (No.2, 1702�1790), Sohn des Abraham Favre (No.1, 1685�1762), Kirch�ltester und nebenamtlicher Richter in La-Chaux-de-Fonds. Mit diesem Dokument wurde Abraham offiziell als Uhrmacher anerkannt.
Abraham hatte zuvor ab 1718 in der Lehrwerkstatt bei Daniel Gagnebin in La-Chaux-de-Fonds das Uhrmacherhandwerk erlernt. Zwischen Daniel Gagnebin und Abraham Favre bestanden verwandschaftliche Beziehung. Es existiert noch ein Lehrvertrag, welcher auf den 29.03.1718 datiert ist.



Im Jahr 1751 erhielt Abraham Favre den Titel des Meister-Uhrmachers von Le Locle. Es bestand eine enge Zusammenarbeit zwischen ihm und seinem Schwiegersohn Jacques-Fr�d�ric Houriet (1743-1830), der als Vater der Schweizer Chronometrie gilt. Jacques-Fr�d�ric Houriet erlernte �brigens das Uhrmacherhandwerk in derselben Lehrwerkstatt bei Daniel Gagnebin, wie Abraham Favre.
Jacques-Fr�d�ric Houriet setzte seine Lehre bei Abraham Louis Perrelet (1729-1826) fort. Seine erste Anstellung fand er bei Pierre Le Roy (1717-1785) in Paris. Danach ging er zu Jean Romilly (1714-1796) und anschlie�end zu Ferdinand Berthoud (1729-1807). Er war mit Abraham-Louis Breguet (1747-1823) eng befreundet. Sp�ter er�ffnete er mit David Courvoisier in Le Locle eine Manufaktur f�r Chronometer und Tourbillions unter dem Namen "Courvoisier et Houriet au Locle".



Der Schriftsteller und Philosoph Jean-Jacques Rousseau (28.06.1712�02.07.1778) besass einen Zeitmesser aus der Manufaktur des Abraham Favre. Jean-Jacques Rousseau stammte aus einer Genfer Uhrmacherfamilie. Bei einem 10-t�gigen Besuch bei seinem Freund dem Arzt Doktor Abraham Gagnebin im Jahr 1765 trafen alle Sechs zusammen (A.Gagnebin, D.Gagnebin, A.Favre, F.-A.Houriet und der Sohn (No.3, 1740�1823) von Abrahams Favre, der in dritter Folge ebenfalls Abraham hie�). Man kann sich gut vorstellen wor�ber die Pers�nlichkeiten bei dem Besuch des gro�en Philosophens bei ausgedehnten Wanderungen durch die Neuenburger Jura philosophiert haben.



Nach dem Tod des Vaters �bernahm Abraham Favre (No.3) die Werkstatt und richtete am 01.10.1792 eine Assoziet�t mit seinen S�hnen Fr�d�ric Favre (1766�1840) und Henry-Louis ein. Die Manufaktur firmierte nun unter dem Namen "A.Favre Fils au Locle". Uhren aus der Werkstatt erhielten daher auch diese Marke.



Henry-Auguste Favre

Eine entscheidende �nderung vollzog Henry-Auguste Favre (1796�1865), Sohn des Fr�d�ric Favre. Er begann im Jahr 1814 eine Partnerschaft mit dem aus Buttes stammenden Uhrenh�ndler Auguste Leuba. Die Manufaktur erhielt damit ihren neuen Namen "Manufacture d�Horlogerie, Favre-Leuba & Co.". In dieser Periode erschlo� die Firma ausl�ndische M�rkte insbesondere Russland und Amerika.



Fritz Favre

Der n�chste in der Liste der Erben ist Fritz Favre (1828�1877). Dieser setzte die Expansion ins Ausland fort. Ihm ist es zu verdanken das die Firma besonders intensive Gesch�ftsbeziehungen nach Indien unterhielt und dort eine Gesch�fsstelle in Bombay einrichtete.
Dieser ehelichte Ad�le Leuba, die Tochter von Auguste Leuba. Aus dieser Ehe entstanden 7 Kinder. Bei den Kindern erweiterte sich der Nachname auf Favre-Leuba. Nach dem Tod von Fritz �bernahm sein Sohn Fritz-Auguste Favre-Leuba die Leitung der Firma bis zu seinem Tod im Jahr 1890. Sein Bruder Auguste-Arthur Favre-Leuba setzte die Arbeit fort bis ins Jahr 1908. Er verlegte �brigens die Manufaktur nach Genf. Hier produzierte die Firma 300.000 Uhren im Jahr.



Henri-Adrien Favre

Anschlie�end folgte sein Bruder Henri-Adrien Favre-Leuba (1865�1961). Dieser f�hrte die Firma durch die gro�en Krisen des 20. Jahrhunderts. Sein Verdienst ist es die Vertretung in Bombay zu einer eigenen Firma auszubauen. Dazu schickte er seinen Sohn Henry-A. Favre-Leuba (1908�1972) dorthin, der im Jahr 1934 die Leitung der Firma �bernahm. Favre-Leuba galt seither in Indien als Uhrenmarke h�chster Qualit�t. Selbst Mahatma Ghandi trug zeitlebens eine Favre-Leuba. Nach seiner R�ckkehr nach dem 2.WK setzte Henry-A. auf technische Besonderheiten z.B. die "Bivouac", einer Uhr mit H�henmesser. Ein technischer Leckerbissen ist die Kaliber 250-Reihe mit Doppelfederhaus. Favre-Leuba war auch eine der ersten Manufakturen die Quarzuhren anbot.



Henri-A. Favre-Leuba

Nach dem Tod von Henry A. folgen Florian (*1942) und Eric Favre-Leuba (*1943). Diese beiden verkauften im Jahr 1985 die Firma an die franz�siche Investorengruppe Benedictine.
Zum Schlu� darf Laurent Favre (*1973) nicht unerw�hnt bleiben, der eine neue Manufaktur unter dem Namen "A.Favre & Fils" gr�ndete.

Marken der Firma: "Asoka", "Bibouac", "Biwak", "Convention", "Daymatic", "Deep Blue", "El Buzo", "Field Service", "Gun Time", "John Barrel", "Marvel", "Moon Raider", "Prima", "Sea-King", "The Sandow Watch", "Tornado", "Twinmatic", "Waterdeep"



Favre Leuba-Kal.252: 10.5'''; 17 Jew.; 18000 A/h;
Centr.Sek.; Doppelfederh.

Favre Leuba-Kal.253: 11.5'''; 17 Jew.; 18000 A/h;
Centr.Sek.; Doppelfederh.

Favre Leuba-Kal.1152: 11.5'''?; 21 Jew.; 21600 A/h;
GR 40h; Centr.Sek.; Autom.; Feinregl.




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