Bidlingmaier (Bifora)



Im Januar 1900 gründete Josef Bidlingmaier (*25.12.1870, +1967) ein Geschäft für Silberbijouterie. Seine Produkte setzte er im Ausland ab. Ab 1910 nahm er die Herstellung von goldenen Zuggliederbändern auf und verkaufte sie in die Schweiz. Schon bald erkannte er, dass in Zukunft Armbanduhren sehr gefragt sein würden und begann mit deren Verkauf im Jahr 1918. Dabei bezog er zunächst fertige Uhren aus der Schweiz, die er mit seinen Armbändern ausstattete. Später, ab 1919, bezog er nur noch Werke und stellte die Gehäuse selber her. Diese bestanden aus den Materialen Gold, Silber und Tula. Das Bijouteriegeschäft gab er nun auf und konzentrierte sich ganz auf Uhren. Ab 1921/22 begann der Remontagebetrieb.



Im Jahr 1927 wurde der Fabrikneubau notwendig, der im Jahr 1928 bezogen werden konnte. Nun war genügend Platz verfügbar um sich der Rohwerkeherstellung zuzuwenden.


Bereits 1928 stellte er sein erstes Rohwerk, ein Formwerk (Kaliber 2025), vor. Es hat die Maße 8,75 x 11''' und war mit sieben, später 15 Lagersteinen ausgestattet. Es war ein Ankerwerk mit kleiner Sekunde.



Die Werke der Manufaktur erhielten den Markennamen "Bifora" für BI-dlingmaier FOR-m A-nker. Registriert wurde die Marke im Jahr 1935.
Im Laufe der Zeit entwickelte Bidlingmaier auch Automatikwerke und Quartzuhren (z.B. "flat-Line")(Kaliberliste (PDF)). Bemerkenswert ist aber die "Unima". Hierbei handelt es sich um ein Chronometer der Manufaktur aus den Sechzigern. Ausgestattet ist sie mit dem Kaliber "120" (12,5''', 18 Steine, Feinreglage, kleine- später zentrale Sekunde).



1978 ging die Firma trotz eigener Quartzuhren in den Konkurs. Ein indischer Großkaufmann namens Hiranand Gajria übernahm die Firma und verlegte die Produktion langfristig nach Indien. 1983 wurde das Werk in Deutschland geschlossen.



Nun wird es endlich Zeit sich mit der Person Josef Bidlingmaier zu beschäftigen. Er wurde am 25. Dezember 1870 in Straßdorf bei Schwäbisch-Gmünd geboren. Nach dem Schulbesuch im Heimatort begann er seine Lehre zum Goldschmied bei der Firma Ottmar Zieher in Schwäbisch-Gmünd. Anschließend war er als Gehilfe im In- und Ausland tätig. Dabei verschlug es ihn nicht nur in die Schweiz sondern auch nach Nordamerika. Im Jahr 1900, in die Heimat zurückgekehrt, gründete er, wie oben beschrieben, seinen Betrieb. Biografie (PDF)



Wenn Sie sich noch intensiver mit dieser Firma beschäftigen möchten, empfehle ich Ihnen die folgende hervorragende Seite: www.bifora-ev.de





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