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Saxonia




Saxonia ist der Markenname der Manufaktur A.Költzsch, Dresden. Gegründet wurde sie im Jahr im 1878 und war zunächst in Berlin angesiedelt. Als Gründer gilt ein gewisser Albrecht Költzsch (+ 1890). Ungefähr im Jahr 1890 wird sie nach Dresden umgesiedelt, vermutlich erst nach dem Ableben des Gründers. Die Firma wurde hier nämlich vom Partner Költzschs einem gewissen Christian Friedrich Schlott unter dem alten Namen weitergeführt. Es wird vermutet das die Firma ursprünglich eigene Uhrwerke hergestellt hat. Später ab ca. 1910 verwendete sie aber Fremd-Ebauches aus der Schweiz.
Die Firma findet in den damaligen Fachzeitschriften wegen ihres neuartigen erfolgreichen Verkaufsgebaren Erwähnung. Ortansässige Uhrengeschäfte beklagten das "Hausieren" und die "Ratenzahlung" der neuen Konkurrenz. Selbst vor Gericht konnten sie dem Konkurrenten aber nicht beikommen.
Als Vertriebsweg wendete man sich bevorzugt an Eisenbahner, die man direkt ansprach. Aus diesem Grunde und wegen des häufig verwendeten Reliefs von Lokomotiven auf dem Gehäuse werden heute Saxonia-Uhren von Sammlern auch als Eisenbahneruhren bezeichnet.
Die Firma existierte bis 1954. Der letzte Besitzer war ein gewisser A. Eichhorn.



Auf dem Zifferblatt ist der Schriftzug "Saxonia" zu erkennen.



Auf dem Rückdeckel findet sich der Schriftzug "Saxonia". Ausserdem findet sich das Relief einer Lokomotive die eine Brücke überquert. Tatsächlich gab es eine Lokomotive namens "Saxonia".



Saxonia

Die "Saxonia" der Leipzig-Dresdner Eisenbahn-Compagnie war die erste funktionstüchtige in Deutschland gebaute Dampflokomotive. Sie war für die Eröffnungsfahrt auf Deutschlands erster Fernbahnstrecke Leipzig - Dresden am 7. April 1839 vorgesehen. Doch auf Anweisung der Behörden wurden hierfür zwei englische Maschinen verwendet. Die "Saxonia" fuhr hinter dem Eröffnungszug her und wurde durch einen Sabotageakt an der Weiterfahrt gehindert.



Johann Andreas Schubert

Konstruiert wurde sie von Johann Andreas Schubert (*19.03.1808 in Wernesgrün, +06.10.1870 in Dresden). Die Entwicklung und der Bau der Lokomotive erfolgte in der am 1. Januar 1837 gegründeten Maschinenbauanstalt Übigau bei Dresden. Schubert war von Beginn an Leiter des Unternehmens.



Marienbrücke Dresden 1852

Bei der auf dem Relief dargestellten Brücke scheint es sich um die Marienbrücke in Dresden zu handeln. Tatsächlich gab es zwischen Leipzig und Dresden eine Bahnverbindung bei welcher die Elbe eben mit dieser Brücke überquert wurde.



In der Uhr ist ein 15 steiniges Werk mit Feinreglage von REVUE verbaut. Auf dem Werk ist die Bildmarke der "Saxonia" zu erkennen (Frauenfigur mit Schild und Schwert).



1939





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